Heilpraktikerprüfung Oktober 2012

01

Einfachauswahl

Ein 60-jähriger Patient, der Sie wegen psychischer Probleme aufsucht, berichtet im Rahmen der Anamnese, dass der von seinem Arzt Lithium verordnet bekommen habe.

Für welche Erkrankung spricht diese Behandlung am ehesten?

(1 P)
A) Alkoholkrankheit
B) Affektive Störung
C) Vaskuläre Demenz
D) Schizophrenie
E) Histrionische Persönlichkeitsstörung

02

Einfachauswahl

Welche Aussage beschreibt eine dissoziale Persönlichkeitsstörung?

(1 P)
A) Verlust der Integration bestimmter Ich-Funktionen oder bestimmter körperlicher Funktionen
B) Verhalten, das den geltenden sozialen Normen erheblich wider-spricht
C) Rückzug von sozialen Kontakten in eine abgeschirmte Phantasie-welt
D) Vorhandensein von zwei oder mehr Persönlichkeiten in einem Indi-viduum
E) Verhalten ist manieriert, flapsig und oberflächlich

03

Einfachauswahl

Bei einem 10-jährigen jungen treten wiederkehrend nächtliche Episoden äußerster Furcht und Panik mit heftigem Schreien, Bewegungen und starker autonomer Erregung auf.

Zu welcher Diagnose passt diese Beschreibung  am besten?

(1 P)
A) Enuresis nocturna
B) Narkolepsie
C) Schlafapnoe
D) Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS)
E) Pavor nocturnus

04

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur psychotischen Störung Alkoholhalluzinose treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

(1 P)
A) Die Alkoholhalluzinose ist typischerweise durch akustische Halluzi-nationen gekennzeichnet
B) Charakteristisch sind ausgeprägte vegetative Begleiterscheinungen
C) Psychomotorische Störungen wie z. B. Erregung können auftreten
D) Wahnideen sprechen gegen eine Alkoholhalluzinose
E) Bewusstseinstrübung ist ein Hauptmerkmal bei der Alkoholhalluzi-nose

05

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Hinweise für eine manische Episode sind:

(1 P)
A) Bewusstseinstrübung
B) Gesteigerte Selbstzweifel
C) Vermehrtes Schlafbedürfnis
D) Distanzlosigkeit
E) Konzentrationsschwierigkeiten

06

Einfachauswahl

Für welche Demenzform sind frühe, langsam fortschreitende Charakterveränderungen mit Verlust sozialer Fähigkeiten typisch?

(1 P)
A) Demenz bei Alzheimer-Krankheit
B) Demenz bei Pick-Krankheit (Frontallappendemenz)
C) Vaskuläre Demenz
D) Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD)
E) Demenz bei Morbus Parkinson

07

Einfachauswahl

Welche Aussage zu Zwangsstörungen trifft zu?

(1 P)
A) Die Zwangsgedanken werden vom Patienten nicht als unsinnig er-kannt
B) Bei den Zwangsvorstellungen werden wahnhafte Gedanken erlebt
C) Patienten mit einer gesicherten Zwangsstörung haben ein deutlich höheres Risiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung, an einer Schiziophrenie zu erkranken
D) Zwangsgedanken können auch im Zusammenhang mit postparta-len Depressionen und/oder postpartalen Psychosen auftreten
E) Das männliche Geschlecht ist von der Zwangsstörung deutlich häu-figer betroffen als Frauen

08

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Eine paranoide Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) äußert sich

1.

in geringer Empfindlichkeit gegenüber Ablehnung

2.

in Selbstbezogenheit

3.

in ausgeprägtem Misstrauen

4.

in streitsüchtigem Verhalten

5.

in stetigem Drang zum Perfektionismus

(1 P)
A) Nur die Aussage 3 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

09

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen für eine Somatisierungsstörung (nach ICD-10) zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

(1 P)
A) Eine Somatisierungsstörung ist als eine spezifische Form der de-pressiven Störung definiert
B) Sie kann sich nur auf gastrointestinale oder neurologische Be-schwerden beziehen
C) Die Körpersymptome müssen nach den diagnostischen Leitlinien mindestens 2 Jahre bestehen
D) Die Körpersymptome müssen nach den diagnostischen Leitlinien vor der Pubertät auftreten
E) Es findet sich keine ausreichende somatische Erklärung für die Symptome

10

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Halluzinogenen bzw. den durch Halluzinogene verursachten Störungen treffen zu?

1.

Ein wichtiger Vertreter dieser Gruppe ist LSD (Lysergsäurediethylamid)

2.

Es kommt üblicherweise zu keiner körperlichen Abhängigkeit

3.

Zur typischen Symptomatik gehört u.a. tiefgreifende Wahrnehmungsveränderungen, Veränderungen des Denkens und Desorientiertheit

4.

Nachhallzustände (Flashbacks) sind untypisch bei einer Einnahme von Halluzinogenen

5.

Gefährlich sind „Horror-Trips“ oder selbstgefährdende Handlungen

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

11

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Bei einem 65-jährigen Patienten bemerken Sie während des Gesprächs kauende, grimassierende Bewegungen im Zungen- und Mundbereich.

Er berichtet Ihnen, dass er von seinem Arzt jahrelang mit dem Medikament Haloperidol (Haldol) behandelt worden sei.

Wählen Sie zwei Antworten!

(1 P)
A) Es handelt sich um eine Tic-Störung
B) Die Medkikamenteneinnahme spricht für eine Epilepsie
C) Bei dem Patienten bestehen wahrscheinlich Spätdyskinesien
D) Ein Zusammenhang zwischen den Bewegungen und der Medika-menteneinnahme ist äußerst unwahrscheinlich
E) Haloperidol wird bei psychotischen Symptomen eingesetzt

12

Einfachauswahl

Welche Aussage zu den Gesetzten zur Unterbringung psychisch Kranker trifft zu?

(1 P)
A) Sie regeln die Vorgehensweise und die Rechte eines Menschen bei Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gegen seinen Willen
B) Sie sind in ganz Deutschland identisch
C) Eine Unterbringung kann bei Fremdgefährdung nur durch einen Facharzt für Psychiatrie beim Gericht angeregt werden
D) Eine Zwangseinweisung erfolgt nur auf richterlichen Beschluss
E) Bei Selbstgefährdung ist eine Unterbringung nur mit Zustimmung des Betroffenen möglich

13

Aussagekombination

Welche der folgenden Symptome sind einer posttraumatischen Belastungsstörung zuzuordnen?

1.

Dissoziation

2.

Intrusion

3.

Gedankenentzug

4.

Vermeidungsverhalten

5.

Interessenverlust

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

14

Aussagekombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Abwehrmechanismen sind:

1.

Regression

2.

Autosuggestion

3.

Projektion

4.

Verschiebung

5.

Imitation

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, 2, und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

15

Einfachauswahl

Eine 59-jährige Patientin legt seit mehreren Monaten das Fundament ihres Hauses auf ganzer Länge am Stück frei. Sie entfernt lose Steine, da dies ihrer Meinung nach den Beginn des Paradieses behindere. Der hinzugezogene Architekt warnt dringend vor dieser Maßname, da die Hausstatik gefährdet ist. Trotzdem unterstützt der Ehemann das Vorhaben seiner Frau vehement. Durch eine stationäre psychiatrische Behandlung der Patientin kommt es zur vorübergehenden Trennung der Ehepartner. In dieser Zeit distanziert sich der Mann deutlich von den Ideen seiner Frau.

Um welche Diagnose handelt es sich bei dem Ehemann am ehesten?

(1 P)
A) Reaktive Bindungsstörung
B) Schizoide Persönlichkeitsstörung
C) Abhängigkeitssyndrom
D) Induzierte wahnhafte Störung (Folie à deux)
E) Beziehungswahn

16

Aussagekombination

Welche der folgenden Aussagen zur Therapie von schizophrenen Patienten treffen zu?

1.

Kognitives Training, wie z. B. Training der sozialen Wahrnehmung, ist sinnvoll

2.

Imaginationsübungen sollten frühzeitig durchgeführt werden

3.

Die Psychotherapie bei schizophrenen Patienten beinhaltet u.a. Problemanalyse, Psychoedukation, Kommunikationstraining und Problemlösetraining

4.

Eine aufdeckende Psychotherapie ist Therapie der Wahl

5.

Bei der Ersterkrankung sollte eine Behandlung mit Neuroleptika spätestens nach 4 Wochen beendet werden

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

17

Aussagekombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Was sind wichtige Elemente der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung einer Angststörung, wenn identifizierbare Angstauslöser vorhanden sind und der Patient Vermeidungsverhalten zeigt?

1.

Reizkonfrontation

2.

Vermittlung eines Erklärungsmodells

3.

Psychoedukation

4.

Vermeidung der Angstauslöser

5.

Ermutigung des Patienten, sich in der Angst auslösenden Situation durch Aktivitäten abzulenken

(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

18

18

Welche der folgenden Aussagen zu den organischen psychischen Störungen (nach ICD-10) treffen zu?

1.

Verfolgungswahn kann ein Symptom einer organischen psychischen Störung sein

2.

Die Alkoholabhängigkeit zählt zu den organischen psychischen Störungen

3.

Die Demenz bei HIV-Krankheit zählt zu den organischen psychischen Störungen

4.

Eine internistische Abklärung ist nicht notwendig

5.

Unterschiedliche körperliche Erkrankungen können die gleichen psychischen Symptome hervorrufen, d. h. die Symptome sind nicht spezifisch für die Ursache der Erkrankung

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

19

Aussagekombination

Welche der folgenden Aussagen treffen auf eine typische Anorexia nervosa (nach ICD-10) zu?

1.

Ein Gewichtsverlust kann durch übertriebene körperliche Aktivität herbeigeführt sein

2.

Ein Gewichtsverlust kann durch eine somatische Ursache begründet sein

3.

Es liegt eine Störung des Körperschemas vor und die Betroffenen legen selbst eine zu niedrige Gewichtsschwelle fest

4.

Ein Body-mass-Index (BMI) von 19,5 kg/m² ist in der Regel mit einer Anorexia nervosa in Zusammenhang zu bringen

5.

Es kann zu einer endokrinen Störung kommen

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

20

Aussagekombination

Welche der folgenden Symptome ordnen Sie einem amnestischen Syndrom (Korsakow-Syndrom) zu?

1.

Zönästesien

2.

Desorientiertheit

3.

Konfabulationen

4.

Gedankenausbreitung

5.

Merkfähigkeitsstörung

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

21

Einfachauswahl

Welcher Begriff umschreibt am ehesten die Diagnose „Neurasthenie“?

(1 P)
A) Störung des Sozialverhaltens
B) Stimmungsschwankungen
C) Erschöpfungssyndrom
D) Angstsyndrom
E) Traumatisierung

22

Einfachauswahl

Ein 22-jähriger Mann berichtet Ihnen, außerhalb der Familienumgebung in kleinen Gruppen von dem Gedanken geplagt zu sein, von den anderen Menschen beobachtet zu werden. Er habe eine beständige Furcht, sein Auftreten sei unangemessen oder peinlich. In derartigen Gruppensituationen stehe er unter großem Stress und reagiere mit Erröten, Schwitzen und Händezittern. Daher versuche er, diese Situationen so gut wie möglich zu meiden.

Um welche Störung handelt es sich hier am ehesten?

(1 P)
A) Anpassungsstörung
B) Panikstörung
C) Schizoide Persönlichkeitsstörung
D) Soziale Phobie
E) Zwangsstörung

23

Einfachauswahl

Eine 25-jährige Frau bekommt plötzlich Angstgefühle, „pfötchenartige“ Verkrampfungen der Hände und atmet schnell und flach.

Es handelt sich am ehesten um eine/einen

(1 P)
A) Klaustrophobie
B) Soziophobie
C) Hyperventilationstetanie
D) Herzanfall
E) Lungenembolie

24

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Zur Negativsymptomatik einer Schizophrenie zählen:

(1 P)
A) Wahn
B) Affektverflachung
C) Denkzerfahrenheit
D) Störung des Ich-Erlebens
E) Sprachverarmung

25

Einfachauswahl

Welche Aussage zur Bulimie (Bulimia nervosa) trifft zu?

(1 P)
A) Bei jungen Frauen in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenen-alter liegt die Prävalenz bei etwa 20%
B) Bulimie-Betroffene sind meist übergewichtig
C) Bei lang anhaltender Symptomatik kommt es häufig zu einer Schä-digung der Zähne
D) Im Vordergrund der Therapie stehen medikamentöse Maßnahmen (Antidepressiva)
E) Die Bulimie hat eine ungünstigere Prognose als sie Anorexia ner-vosa

26

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Bei der Verhaltenstherapie werden folgende Techniken bzw. Prinzipien angewandt:

1.

Umfassender Persönlichkeitsstrukurwandel zur Verhinderung von Lebenskrisen

2.

Lerntheoretisch fundierte Modifikation des Verhaltens

3.

Erkennung und Veränderung negativer Denkschemata

4.

Training sozialer Kompetenz

5.

Systematische Desensibilisierung

(1 P)
A) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

27

Aussagenkombination

Welche der folgenden Symptome werden zu den Ich-Störungen gezählt?

1.

Gedankenentzug

2.

Depersonalisation

3.

Kommentierende Stimmen

4.

Derealisation

5.

Optische Halluzinationen

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

(1 P)
A) Beginn vor dem siebten Lebensjahr
B) Bei nahezu allen Betroffenen heilt die Störung im Kindesalter aus
C) Die Symptome bestehen meist nur im Schulunterricht
D) In sozialen Beziehungen oft distanzloses Verhalten
E) Im Erwachsenenalter sind vorwiegend Frauen betroffen


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