Heilpraktikerprüfung Oktober 2006

01

Einfachauswahl


Eines der diagnostischen Kriterien für das Tourette-Syndrom nach ICD-10 ist:


(1 P)
A) Multiple motorische Tics und einer oder mehrere vokale Tics
B) Ausschließliches Auftreten bei Kindern mit geistiger Behinderung
C) Die Erkrankung persistiert nie bis ins Erwachsenenalter
D) Soziale und berufliche Beeinträchtigung treten in der Regel nicht auf
E) Die Symptome bessern sich in der Adoleszenz

02

Einfachauswahl


Zu den typischen psychopathologischen Symptomen der Schizophrenie gehört:


(1 P)
A) Störung der zeitlichen Orientierung
B) Beeinträchtigung des Bewusstseins
C) Störung des inhaltlichen Denkens
D) Gedächtnisstörungen
E) Angeborene Intelligenzstörungen

03

Einfachauswahl


Welche Aussage zu psychotherapeutischen Verfahren trifft zu?


(1 P)
A) Die kognitive Therapie wirkt regressionsfördernd
B) Die Psychoanalyse ist ein zudeckendes Verfahren
C) Das Psychodrama ist ein Entspannungsverfahren
D) Körperorientierte Psychotherapie findet nur in Gruppen statt
E) Die psychoanalytische Standardtherapie ist ein Langzeitverfahren

04

Einfachauswahl


Welche Aussage trifft am ehesten zu?


Die Verhaltenstherapie


(1 P)
A) kann nicht mit einer Pharmakotherapie gekoppelt werden
B) arbeitet unter Einbeziehung kognitiver Theorien
C) arbeitet bevorzugt mit Übertragung und Gegenübertragung
D) arbeitet ausschließlich in Gruppen
E) wurde von Sigmund Freud begründet

05

Einfachauswahl


Welche Aussage zur Suizidalität trifft zu?


(1 P)
A) Die Aussage: „ Wer über Suizid redet, begeht ihn nicht“ trifft nahezu immer zu
B) Risikofaktor für Suizid in Deutschland ist hauptsächlich Kinderlosigkeit
C) Einen „Bilanzsuizid“ begehen in erster Linie junge Menschen
D) Suizidhandlungen werden auch spontan durchgeführt, z.B. als sog. „Affektreaktion“
E) Beim sog. erweiterten Suizid nimmt der Betroffene meist andere, ihm fremde Menschen mit in den Tod

06

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen treffen zu?


Zum präsuizidalen Syndrom gehören:


1. Gedankliche Einengung


2. Ausweitung sozialer Kontakte


3. Gehemmte Aggression


4. Selbstmordphantasien


5. Aggressionen nach außen abreagiert


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

07

Einfachauswahl


Welches der genannten psychotherapeutischen Verfahren ist am ehesten zur
Therapie einer spezifischen Phobie geeignet?


(1 P)
A) Systematische Desensibilisierung
B) Dynamische Psychotherapie
C) Autogenes Training
D) Psychoanalyse
E) Hypnose

08

Einfachauswahl


Welche Aussage trifft zu?


Psychopathologisches Phänomen einer Schizophrenie ist:


(1 P)
A) Schlaganfall
B) Sog. „doppelte Buchführung“
C) Pathologisches Herzgeräusch
D) Nykturie
E) Koma

09

Einfachauswahl


Für die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) trifft zu?


(1 P)
A) Gehäuftes familiäres Auftreten deutet auf eine genetische Komponente hin.
B) Die Symptome beginnen nicht vor dem 10. Lebensjahr.
C) Die Prävalenzrate für Alkohol- und Drogenmissbrauch ist bei ADHS-Patienten gegenüber gesunden Kontrollpersonen nicht erhöht.
D) Eine emotionale Labilität und Störung der Impulskontrolle ist nicht vorhanden.
E) ADHS-Patienten zeigen bei der Arbeit, Partnerschaft und Familie ein normales Funktionsniveau.

10

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen treffen zu?


Zur dissozialen Persönlichkeitsstörung passen:


1. Fehlende Reue, die sich in Gleichgültigkeit oder Rationalisierung äußert.


2. Unvermögen zur Beibehaltung längerfristiger Beziehungen, aber keine Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen.


3. Unfähigkeit zum Lernen aus Erfahrung.


4. Dauerhafte Einhaltung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen.

 

5. Unterordnung der eigenen Bedürfnisse unter die von anderen.

 

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

11

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen zur Bulimia nervosa trifft (treffen) zu?


1. Die Patienten weisen oft eine unterdurchschnittliche Intelligenz (an der Grenze zur Debilität) auf


2. Bei einer Fressattacke können solche Patienten auf einmal über 3000 kcal verzehren


3. Den Betroffenen fehlt immer die Krankheitseinsicht


4. Die Kranken zeigen ihre Symptomatik sehr gerne auch in aller Öffentlichkeit


5. Eine typische Komplikation der Bulimia nervosa ist eine Schilddrüsenentzündung


(1 P)
A) Nur die Aussage 2 ist richtig
B) Nur die Aussage 3 ist richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

12

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen beschreibt (beschreiben) ein Element(e) des
psychologischen Befundes?


1. Bewusstseinlage


2. Ich-Erleben


3. Blutdruckmessung


4. Formaler Gedankengang


5. Stimmung


(1 P)
A) Nur die Aussage 5 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

13

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen ist (sind) typische bei Patienten mit Anorexia nervosa?


1. Ihr Body-Mass-Index (BMI) liegt im Normbereich


2. Die Betroffenen haben eine Körperschema-Störung


3. Die Betroffenen haben schon häufig Diäten durchgeführt


4. Hormonstörungen treten auf


5. Die Betroffenen haben eine Himbeerzunge


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

14

Aussagenkombination


Welche der nachfolgenden Beobachtungen bei einem Ihrer Patienten lässt (lassen)
Sie an ein Hyperkinetisches Syndrom denken?


1. Der Betroffene ist häufig „auf Achse“ oder handelt oftmals, als wäre er „getrieben“


2.Typische Intelligenzminderung


3.Impulsives Handeln


4.Ernährt sich mit viel zuviel Süßigkeiten (falsche Ernährung mit zuviel Zucker)


5. Störung der Aufmerksamkeit


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

15

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?


Zu den Positivsymptomen einer Schizophrenie zählt (zählen):


1. Mangelnde Körperpflege


2. Lautes Hören eigener Gedanken


3. Antriebsmangel


4. Verfolgungswahn


5. Hypersomnie (krankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis)


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

16

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen zu Tic-Störungen treffen zu?


1. Räuspern, Hüsteln, Grunzen und Bellen gehören zu den möglichen Phänomen der einfachen vokalen Tics


2 .Es besteht niemals eine genetische Disposition


3. Die Tics können willentliche dauerhaft von den betroffenen Kindern unterdrückt werden


4. Eine neuroleptische Behandlung kann bei schweren Tic-Störungen indiziert sein


5. Im Extremfall können Tic-Störungen auch zu einem selbstverletzenden Verhalten führen


(1 P)
A) Keine der vorstehenden Aussagen ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

17

Einfachauswahl


Welche Aussage trifft zu?


Zu den formalen Denkstörungen gehört:


(1 P)
A) Gedankenlautwerden
B) Gedankenentzug
C) Assoziativ gelockertes Denken
D) Gedankenausbreitung
E) Kommentierende Stimmen

18

Aussagenkombination


Welcher der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen trifft (treffen) zu?


1. Die häufigsten Zwangshandlungen sind Waschzwänge und Kontrollzwänge


2. Im Kindesalter werden Zwangsgedanken oder -handlungen nicht unbedingt als sinnlos oder unsinnig erlebt


3. Der Patient ist nicht krankheitseinsichtig


4. Die Ausübung der Zwangshandlung verstärkt die Ängste des Patienten


5. Beide Geschlechter sind etwa gleich häufig betroffen


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

19

Aussagkombination

Welcher der folgenden Aussagen zu Inhalten der Verhaltenstherapie trifft (treffen) zu?


1. Intermittierende Verstärker (mal wird verstärkt, mal nicht) erwiesen sich – was den langzeitigen Behandlungserfolg (Löschungsresistenz) betrifft – wirksamer als kontinuierliche Verstärker


2. Verschieben einer Prüfung bei starker Prüfungsangst (Vermeidungsverhalten)
ist ein Beispiel für negative Verstärkung


3. Körperliche Züchtigung bei einem Kind, das immer nicht richtig aufisst, ist ein Beispiel für positive Verstärkung


4. Wichtig bei operanten Verfahren ist die zeitliche Nähe zwischen problematischem Verhalten und den folgenden Konsequenzen


5. Die apparative Enuresis-Behandlung basiert überwiegend auf einer klassischen Konditionierung


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

20

Aussagekombination

Welcher der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?


Zu den Negativsymptomen einer Schizophrenie zählt (zählen):


1. Inhaltliche Denkstörungen


2. Emotionale Verarmung


3. Gedankenausbreitung


4. Sozialer Rückzug


5. Manie


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

21

Aussagekombination

Welcher der folgenden Aussagen treffen zu?


Zu den typischen Symptomen einer Manie zählen:


1. Ein deutlich vermehrtes Redebedürfnis


2. Man hält sich für deutlich qualifizierter und intelligenter als man tatsächlich ist


3. Ein deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis


4. Formale Denkstörungen


5. Vermindertes Selbstwertgefühl mit Zweifel an sich selbst


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

22

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?


Bei welchen der folgenden Therapieverfahren handelt es sich um verhaltenstherapeutische Interventionen?


1. Klientenzentrierte Spieltherapie


2. Expositionstraining


3. Einsatz eines Verstärkerplans


4. Katathymes Bilderleben


5. Selbstkontrollverfahren


(1 P)
A) Nur die Aussage 2 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

23

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen zu Symptomen einer depressiven Episode trifft
(treffen) zu?


1. Das Ausmaß der Symptomatik reicht von leicht gedrückter Stimmung bis zu schwermütigem, scheinbar ausweglosem, versteinertem Nichts-mehr-Fühlen-Können.


2. Es besteht ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit.


3. Erkennbar meist an mangelnder Mimik und Gestik, leiser, zögernder Stimme.


4. Frühmorgendliches Erwachen spricht gegen eine Depression.


5. Verminderter Appetit ist ein häufiges Symptom.


(1 P)
A) Nur die Aussage 2 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

24

Einfachauswahl


Welche Aussage zum Alkoholiker (Delirium tremens) trifft zu?


(1 P)
A) Es handelt sich um eine lebensbedrohliche Störung
B) Therapie der Wahl ist die Gabe von 0,1 l Alkohol, 40 %.
C) Typisch ist das Vorliegen einer Bradykardie (Pulsfrequenz < 60).
D) Durch ein einfühlsames Gespräch und die Gabe pflanzlicher Beruhigungsmittel ist in der Regel nach wenigen Stunden Symptomfreiheit vorhanden.
E) Wahrnehmungsstörungen treten nicht auf.

25

Mehrfachauswahl


Fixierungen in einer bestimmten Phase führen nach der klassischen Theorie von Freud zu typischen Charakterauffälligkeiten.


Welche der folgenden Zuordnungen treffen zu?

A) Durch orale Fixierung = Hysterische Haltung: Konversion

B) Durch anale Fixierung = Zwanghafte Haltung: Geiz und Pedanterie (Anankasmus)

C) Durch phallische Fixierung = Verschlossenheit und Misstrauen anderen gegenüber

D) Durch orale Fixierung =Antriebsminderung, Niedergeschlagenheit (dependet + demandig)

E) Durch einen nicht gelösten Ödipuskonflikt = Verschlossenheit und Misstrauen anderen gegenüber


Wählen Sie zwei Antworten! (Hier nur ein Kreuz)


(1 P)
A) + D) sind richtig
B) + D) sind richtig
C) + D) sind richtig
C) + E) sind richtig
D) + E) sind richtig

26

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?


Die Anregung einer rechtlichen Betreuung kann erfolgen durch:


1. Einen Nervenarzt oder Psychiater


2. Einen in der Psychiatrie erfahrenen Arzt


3. Einen Arzt oder Psychotherapeuten


4. Eine öffentliche Einrichtung


5. Jedermann


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

27

AussagenkombinationWelche der folgenden Begriffe beziehen sich auf die Gesprächspsychotherapie nach Rogers?

1. Kongruenz

2. Empathie
3. Traumdeutung
4. Bedingungsfreies Akzeptieren
5. Negative Verstärk

(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

28

Einfachauswahl


Welche Aussage trifft für depressive Episoden im hohen Lebensalter zu?


(1 P)
A) Schwere Depressionen werden im hohen Lebensalter so gut wie nie beobachtet
B) Es handelt sich um eine normale Alterserscheinung
C) Es wird häufig zu Unrecht eine Demenz angenommen
D) Psychotherapie ist stets ausreichend
E) Körperliche Symptome treten nicht auf


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