Heilpraktikerfragen Oktober 2005

01

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?


Für eine depressive Episode (nach ICD-10) ist charakteristisch:


1. Sie kann von sog. „somatischen“ Symptomen begleitet werden


2. Es besteht eine Verminderung von Antrieb und Aktivität


3. Es bestehen Gedanken über eigene Wertlosigkeit


4. Es besteht immer ein Abendtief


5.Es besteht ein Verlust der Freude


(1 P)
A) Nur Aussage 2 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

02

Einfachauswahl


Ein 25-jähriger Mann hat wegen Alkoholproblemen seinen letzten Arbeitsplatz verloren.
Mehrere Beziehungen mit Partnerinnen sind schon wegen seines aggressiven
Verhaltens auseinander gegangen. Die Schuld hierfür sieht er immer bei seinen
Partnerinnen. Aus einer Partnerschaft ist ein Sohn hervorgegangen, um den er sich
überhaupt nicht kümmert und auch keinen Unterhalt bezahlt. Wegen Gewalttätigkeit
wurde er auch schon einmal empfindlich bestraft (1 Jahr Gefängnis). Er hat daraus
aber nichts gelernt.


Welche Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) liegt am ehesten bei der beschriebenen
Person vor?


(1 P)
A) Schizoide Persönlichkeitsstörung
B) Histrionische Persönlichkeitsstörung
C) Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
D) Dissoziale Persönlichkeitsstörung
E) Anankastische Persönlichkeitsstörung

03

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen treffen zu?


Hauptkennzeichen der schizophrenen Psychosen sind:


1.Halluzinationen


2.Quantitative Bewusstseinsstörungen


3.Denkstörungen


4.Wahn


5.Intelligenzstörungen


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

04

Einfachauswahl


Unter den Begriff des erweiterten Suizid fällt nach üblicher Definition Folgendes:


(1 P)
A) Den vorzeitigen Tod bewusst in Kauf nehmendes, lebensverkürzendes Verhalten (z.B. exzessives Rauchen, extrem leichtsinniges Verhalten im Straßenverkehr)
B) Suizid einer Person, um einer nahestehenden Person, die einige Zeit vorher Suizid begangen hat, „in den Tod zu folgen“ und auf diese Weise wieder nahe zu sein
C) Die Tötung einer anderen Person (z.B. der Ehefrau), ohne deren Einverständnis, verbunden mit dem (bereits zuvor geplanten) eigenen Suizid
D) Tötung auf Verlangen durch eine andere Person (z.B. bei unheilbaren Krankheiten): entweder direkt oder durch Verschaffung eines geeigneten Mittels zum Töten
E) Tod in Aufopferung für nahe Mitmenschen (z.B. Familie), angesichts tödlicher Gefahr

05

Einfachauswahl


Der Begriff Polytoxikomanie bezeichnet:

(1 P)
A) Die Entstehung von Abhängigkeit
B) Entzugssymptomatik
C) Die Mehrfachabhängigkeit, bei der verschiedene Substanzen aus unterschiedlichen Gruppen eingenommen werden
D) Bedürfnis, die Substanz einzunehmen
E) Kontrollverlust hinsichtlich der Konsummenge

06

Einfachauswahl


In der Entwicklungspsychologie wird der Entwicklung des kindlichen Spiels eine große
Bedeutung beigemessen.


Ordnen Sie in der chronologisch richtigen Reihenfolge die verschiedenen Arten kindlichen Spiels bei normgerechter Entwicklung!


Welche Aussage trifft zu?


(1 P)
A) Rollenspiel - Sensomotorisches Spiel - Regelspiele
B) Rollenspiel - Regelspiele - Sensomotorisches Spiel
C) Sensomotorisches Spiel - Rollenspiel - Regelspiele
D) Sensomotorisches Spiel - Regelspiele - Rollenspiel
E) Regelspiele Rollenspiel - Sensomotorisches - Spiel

07

Einfachauswahl


Auf die Frage, ob er traurig sei, bricht der Patient sofort in Tränen aus.


Auf welche Affektstörung deutet dieses Verhalten am ehesten hin?


(1 P)
A) Euphorie
B) Deprimiertheit
C) Gefühl der Gefühllosigkeit
D) Affektinkontinenz
E) Ambivalenz

08

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen zählt (zählen) zu den so genannten „negativen“
schizophrenen Symptomen?


1. Halluzinationen
2. Wahn
3. Affektverflachung
4. Sozialer Rückzug
5. Aufmerksamkeitsstörung

(1 P)
A) Nur die Aussage 3 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

09

Mehrfachauswahlaufgabe


Welche der nachfolgend genannten Symptome sind typisch für eine Demenz bei
HIV-Krankheit?

A) Dauernde Antriebssteigerung

B) Antriebsarmut

C) Die lebenspraktischen Funktionen sind nicht beeinträchtigt

D) Symptome treten erst nach dem 70. Lebensjahr auf

E) Fortschreitende Konzentrations- und Gedächtnisstörungen


Wählen Sie zwei Antworten! (hier nur ein Kreuz)


(1 P)
A) + C) sind richtig
B) + E) sind rcihtig
C) + D) sind richtig
D) + E) sind richtig
A) + E) sind richtig

10

Einfachauswahl


Welcher der folgenden Befunde ist am ehesten mit einer leichten Intelligenzminderung
(Debilität) vereinbar?


(1 P)
A) Der Intelligenzquotient (IQ) liegt im Bereich um 30
B) Eine sprachliche Verständigung ist nicht möglich
C) Einfache praktische Arbeitstätigkeiten können ausgeübt werden
D) Erste Manifestation der Symptome im jungen Erwachsenenalter
E) Durch Einnahme von Ritalin® (Methylphenidat) werden normale schulische Leistungen erreicht

11

Einfachauswahl


Welche Aussage zum Delirium tremens (Alkoholentzugsdelir) trifft zu?


(1 P)
A) Zittern stellt ein seltenes Symptom der Erkrankung dar
B) Das Delirium tremens trifft nur bei einem Blutalkoholspiegel von mehr als 3 Promille auf
C) Unbehandelt führt ein Delirium tremens in unter 1% zum Tode
D) Krampfanfälle können Vorboten eines nahenden Delirs sein
E) Wahnvorstellungen schließen ein Delirium tremens aus

12

Einfachauswahl


Zu welcher Gruppe von Störungen gehört die Gedankenausbreitung?


(1 P)
A) Affektstörungen
B) Ich-Störungen
C) Formale Denkstörungen
D) Gedächtnisstörungen
E) Inhaltliche Denkstörungen

13

Aussagenkombination


Zu den drei wichtigen Elementen in der Gesprächstherapie (nach ROGERS) zählen:


1. Echtheit und Selbstkongruenz


2. Annehmen und Wertschätzen


3. Suggestionen


4. Fokussieren


5. Empathie und Verbalisierung


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

14

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen treffen zu?


Zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen zählen:


1. Bewusstseinseinengung


2. Somnolenz


3. Sopor (schlafähnlicher Zustand, aus dem der Patient durch äußere Reize nicht mehr voll erweckbar ist)


4. Koma


5. Bewusstseinsverschiebung


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

15

Aussagenkombination


Welche Erscheinungen gehören zum Symptomenkreis der Demenz?


1. Orientierungsstörung (im Hinblick auf Ort und Zeit)


2. Herzneurose


3. Merkfähigkeitsstörungen


4. Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit


5. Chronische Gastritis


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

16

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?Symptome der Schizophrenie (nach ICD-10) sind:

1.Die Bewusstseinsklarheit und die intellektuellen Fähigkeiten sind immerbeeinträchtigt

2.Schizophrene Störungen können durch inadäquate oder verflachte Affektegekennzeichnet sein

3.Einschiebungen in den Gedankenfluss

4.Kommentierende oder dialogische Stimmen, die über den Patientensprechen

5.Suggestibilität (leichte Beeinflussbarkeit durch andere Personen)

(1 P)
A) Nur die Aussage 4 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

17

Einfachauswahl


Welche Therapieform spielt bei phobischen Syndromen eine besondere Rolle?


(1 P)
A) Verhaltenstherapie
B) Hypnose
C) Systemische Familientherapie
D) Klassische Psychoanalyse
E) Denkhemmung

18

Einfachauswahl


Zu den stützenden (supportiven) psychotherapeutischen Verfahren gehört in erster
Linie:


(1 P)
A) Die progressive Muskelrelaxation
B) Die Gestalttherapie (nach PERLS)
C) Die Gesprächspsychotherapie (nach ROGERS)
D) Die Bioenergetik
E) Die Hypnotherapie

19

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen zur Gefühlswelt beim Derealisations- und/oder Depersonalisationssyndrom (nach ICD-10) sind richtig?


1. Der eigene Körper wird als unwirklich erlebt


2. Die Patienten klagen u.a. über den Verlust von Emotionen, über das
Abgetrenntsein von ihren Gedanken, von der realen Welt


3. Überzeugung an einer schweren Krebserkrankung zu leiden


4. Es besteht keine Krankheitseinsicht


5. Die Patienten sind sich der Unwirklichkeit der Veränderungen bewusst


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

20

Aussagenkombination


Welche der folgenden Aussagen zur Psychoanalyse trifft (treffen) zu?


1. Der Mensch ist ohne weiteres bereit und/oder fähig, alle Inhalte des „Es“
bewusst werden zu lassen und sie somit auch als Teil des eigenen Seelenlebens
zu akzeptieren


2. Der Mensch hat Mechanismen entwickelt, um Konfliktimpulse, die er nicht akzeptieren will oder kann, gewissermaßen schon im Keime zu ersticken und sie auf diese Weise gar nicht ins Bewusstsein kommen zu lassen


3. Der Patient verdrängt bewusst


4. Die Abwehrmechanismen dienen zur Angstabwehr


5. Sublimierung ist ein Abwehrmechanismus


(1 P)
A) Nur die Aussage 2 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
C) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 4, und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

21

Einfachauswahl


Unter einer Störung der Vitalgefühle bei affektiven Störungen versteht man in erster
Linie.


(1 P)
A) Suizidassoziierte Handlungen oder Denkweisen
B) Leibliche Befindlichkeitsstörungen
C) Denkhemmungen
D) Störungen (Verlust oder Steigerung) des Selbstwertgefühls
E) Ängstlichkeit

22

Einfachauswahl


Welche Aussage zum Betreuungsgesetz (BtG) trifft zu?


(1 P)
A) Ein Betreuer kann auch auf Antrag des Betroffenen bestellt werden
B) Der zu Betreuende muss schwerbehindert sein
C) Der zu Betreuende muss geschäftsunfähig sein
D) Der Einwilligungsvorbehalt ist unabdingbarer Bestandteil jeder Betreuung
E) Der Betreute muss zumindest gesetzlich krankenversichert sein

23

Aussagenkombination


Welche Störungen lassen sich mit der systematischen Desensibilisierung bevorzugt
behandeln?


1. Isolierte Phobien


2. Akute und subakute Psychosen


3. Zwänge


4. Situativ gebundene Ängste


5. Frei flottierende Ängste


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

24

Aussagenkombination


Zu den charakteristischen Symptomen bei der Manie zählen:


1. Hypersomnie


2. Zerfahrenheit


3. Größenideen


4. Psychomotorische Enthemmung


5. Pessimismus


(1 P)
A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

25

Aussagenkombination


Beim amnestischen Syndrom (Korsakow) ist das Gedächtnis meist wie folgt beeinträchtigt:


1. Erinnerungslücken


2. Fehldeutung von Wahrgenommenem


3. Störung des Kurzzeitgedächtnisses


4. Komplette Erinnerungslosigkeit


5. Konfabulationen


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

26

Einfachauswahl


Mit Hilfe eines Abwehrmechanismus werden verpönte Hassimpulse gegen eine bestimmte Person in besondere Freundlichkeit, ja scheinbare Zärtlichkeit gegnüber dieser Person verwandelt.

Es handelt sich am wahrscheinlichsten um folgenden Abwehrmechanismus:

(1 P)
A) Verschiebung
B) Projektion
C) Rationalisieren
D) Sublimierung
E) Reaktionsbildung

27

Aussagenkombination


Zu den inhaltlichen Denkstörungen zählt (zählen):


1. Hemmung des Denkens


2. Vorbeireden


3. Inkohärenz (sprunghaftes Denken)


4. Wahnideen


5. Ideenflüchtigkeit


(1 P)
A) Nur die Aussage 4 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1,2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

28

Aussagenkombination


Welche(r) der folgenden Punkte gehört (gehören) zum präsuizidalen Syndrom (nach
RINGEL)?

1. Soziale Isolation (Kontaktstörung, Vereinsamung)


2. Aggressionsstauung und Aggressionsumkehr


3. Suizidphantasien


4. Erleben von Ausweglosigkeit


5. Einengung der Wertewelt


(1 P)
A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1,2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig


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