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Systematische Desensibilisierung

Die Systematische Desensibilisierung von Joseph Wolpe (1915-1991) ist ein Ansatz in der Verhaltenstherapie zur Therapie von Ängsten. Systematisch soll in der Psychotherapie durch Entspannung eine Gegenkonditionierung der Angstreaktion erreicht werden, nach dem Motto: Wenn man entspannt ist, hat man keine Angst.

Die Systematische Desensiblisierung erfolgt in 4 Schritten:

  1. Der Patient stellt eine Angsthierarchie auf (die Situationen, die am wenigsten Angst auslösen, bis zu denen mit viel Angst), meist von 0 bis 100. Üblich sind etwa 10 Situationen.
  2. Der Patient erlernt ein Entspannungsverfahren, meist Progressive Muskelentspannung.
  3. Der Patient sitzt dann in einem Sessel und soll sich die "leichteste" Angstsituation vorstellen (in-sensu=in der Vorstellung). Wenn diese Situation Angst auslöst, soll er sich entspannen. Wenn keine Angst mehr auftritt oder die Angst zu stark ist, soll sich der Patient ein angenehmes Bild vorstellen ("Ruhe-Szene"). Danach geht es mit der nächstschwierigeren Situation weiter. Wenn bei einer Situation die Angst nicht weniger wird, dann soll zur vorherigen zurückgegangen werden.
  4. Der Patient soll diese Übungen in der Realität fortsetzen.


Nach dem letzten Forschungsstand ist die Entspannung nicht unbedingt zusätzlich notwendig, um eine Angstreduktion zu erreichen. Der eigentliche Wirkmechanismus scheint die Reizkonfrontation zu sein.