Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie:
Tel. 02171 / 7 64 64 54

Anmeldung
Anfragen & Formular »

Prämiengutscheine und Bildungsschecks

HPP2GO - Heilpraktikerwissen Psychotherapie to go

Lexikon

Lexikon

Spiele

"Spiele" sind ein wichtiges Konstrukt in der Transaktionsanalyse. Der Begriff bezeichnet eine Anzahl von verdeckten (verborgenen) Komplementär-Transaktionen (Interaktionen) zwischen mindestens 2 Menschen, mit einem ganz bestimmten voraussagbaren Ergebnis. Das Ergebnis ist dabei ein "emotionaler" Gewinn (eine Person fühlt sich besser, gebraucht usw.), der oft auf Kosten der anderen geht. Dieser Gewinn ist die verdeckte Motivation für das Spiel, wobei die Motivation den Spielern oft auch dem Betreiber des Spiels unbewusst ist. In Spielen gibt es kein authentisches Verhalten, weil das, worum es eigentlich geht, z.B. Zuwendung oder Aufmerksamkeit zu erhalten, nicht angesprochen wird, sondern versucht wird, es durch Manipulation zu erhalten.

Ein Spiel ist z.B. das "Täter-Opfer-Retter-Spiel": Es gibt dabei eine Person (Täter), der eine andere Person beschuldigt, irgendetwas getan zu haben. Diese Person (das Opfer) wird von einer dritten Person (dem Retter) dann gegen den Täter in Schutz genommen.

Spiele unterscheiden sich von Ritualen, Verfahren und anderen Formen des Zeitvertreibes hauptsächlich durch zwei Merkmale:

  1. dadurch, dass sie von verdeckten Motiven beherrscht werden (Verfahren und Ritale sind offen) und
  2. durch ihren (verdeckten) Nutzeffekt (Verfahren und Rituale sind ehrlich).


In der Gestalttherapie wird der Begriff "Spiele" dafür verwendet, ebenfalls ein Verhalten gegenüber anderen Personen zu beschreiben, dass die eigentliche Intention im Unklaren lässt. Durch Spiele versucht eine Person ihre wirklichen Gefühle und Motive vor anderen zu verstecken und vermeidet damit den authentischen Kontakt meist aus Angst vor Ablehnung.