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Lexikon

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Operantes Konditionieren

In der Psychotherapie beschreibt das Operante Konditionieren (oder Instrumentelles Konditionieren) wie das Klassische Konditionieren und das Modelllernen eine Art des Lernens. In der Verhaltenstherapie wurde der Begriff zuerst durch Burrhus Frederic Skinner (1904-1990) v.a. dafür verwendet zu erklären, wie Verhalten durch Belohnung und Bestrafung gesteuert wird. Operant bedeutet dabei, dass mein Verhalten dadurch gesteuert wird, was anschließend passiert, was also die Konsequenzen sind. Habe ich Erfolg, bekomme z.B. für eine gute Note Anerkennung, dann werde ich versuchen, mehr gute Noten zu erreichen. Hat mein Verhalten eher negative Konsequenzen, werde ich z.B. bei dem Versuch, eine Frau anzusprechen ausgelacht, dann werde ich dieses Verhalten weniger zeigen. Eine Analyse von Operantem Verhalten wird in der Verhaltenstherapie meist mit dem S-O-R-K-C-Schema gemacht.

Positive Konsequenzen, die man erhält, werden Verstärker genannt, weil sie Verhalten öfter auftreten lassen. Negative Konsequenzen werden Bestrafung genannt. Wenn etwas Positives wegfällt, während ichmein Verhalten zeige (z.B. Liebesentzug bei aggressivem Verhalten), dann nennt man das indirekte Bestrafung. Wenn etwas Negatives wegfällt, während ich mein Verhalten zeige (z.B. ich laufe aus einer unangenehmen Situation heraus), dann nennt man das negative Verstärkung, weil dieses Verhalten auch öfter gezeigt wird, damit ein negativer Zustand aufhört.

Wenn ich eine Schlangenphobie habe und ich, wenn ich eine Schlange sehe, davon laufe, dann ist das eine negative Verstärkung. Diese führt dazu, dass ich immer öfter vor Schlangen davonlaufe und meine Phobie dadurch aufrechterhalten wird. Wichtig wäre hier, dass Vermeidungs- (ich vermeide die Situation) und das Fluchtverhalten (ich verlasse die Situation) aufzugeben, um mich mit dem Angstreiz zu konfrontieren. Dann wird durch eine Gewöhnung (Habituation) eine Angstabnahme erreicht.