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Klärungsorientierte Therapie

Die Klärungsorientierte Therapie wurde in den letzten Jahrzehnten in Deutschland von Rainer Sachse entwickelt. Durch sie gelingt es, an grundlegende Überzeugungen (Schemata) zu kommen, welche mit verschiedenen psychischen Problemen, wie z.B. Selbstwertzweifeln, Niedergeschlagenheit und Ängsten verbunden sein können.

Solche Überzeugungen sind oft negative Bewertungen der eigenen Person (z.B. "Ich bin nichts wert!", "Ich bin nicht okay, nicht liebenswert." usw.) oder negative Sicht zu anderen Personen (z.B. "Man wird mich nicht unterstützen!", "Die werden mich abwerten!" usw.) Negative Überzeugungen sind dabei weit verbreitet, da fast jeder in Kindheit und Jugendzeit unangenehme Erfahrungen machen musste, die sie oder er auf die eigene Person bezieht. Oft prägen solche negativen Überzeugungen (Schemata) auch die aktuelle Sichtweise und verhindern so neue positive Erfahrungen. Meist kommt es sogar durch die negativen Überzeugungen zu "selbsterfüllenden Prophezeiungen", die wieder Ablehnung und andere negative Erfahrungen hervorrufen können. Aber: Nicht weil jemand z.B. nicht liebenswert ist, sondern sich vielleicht selbst distanziert, unsicher oder ablehnend verhält.

Solche ungünstigen Selbst- und Beziehungsschemata sind oft sehr automatisiert und tief verwurzelt und die Betroffenen haben meist Angst davor, sich mit ihren unangenehmen Gefühlen zu konfrontieren. Deshalb braucht ein Therapeut Techniken, um die Vermeidung zu verhindern und eine Vertiefung des Verständnisses (Explizierung) des Klienten zu erreichen. Er sollte z.B. wissen, wie er damit umgeht, dass ein Klient immer ausweicht oder von einem Problem zum nächsten springt.

Wenn die Schemata expliziert sind, können sie hinterfragt und verändert werden. Der Klient kann erkennen, dass er mehr Ressourcen hat, als er bisher dachte und dass die Schemata keine Gültigkeit (mehr) haben. Er kann beginnen, neue positive Erfahrungen wahrzunehmen und in das Schema "einzutragen". Dabei ist wichtig zu wissen, dass sich die Veränderungen erst durch eine neue Einstellung "vom Kopf" her zeigen, aber sich das negative Gefühl noch eine Zeitlang bemerkbar macht, bis eine Art Erleichterung eintritt und die positiven Gefühle stärker werden.

Linktipp: Institut für Psychologische Psychotherapie von Prof. Rainer Sachse