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Logische Denkfehler

In der Psychotherapie sind Denkfehler nach Beck, dem Vertreter der Kognitiven Therapie verzerrte logische Schlußfolgerungen, durch die eine Person ihre Umwelt eingeschränkt wahrnimmt. Durch Denkfehler können dabei emotionale Probleme entstehen, da unser Denken unsere Gefühle beeinflusst.

Typische Denkfehler sind:

Willkürliches Schlussfolgern: Schlussfolgerungen werden willkürlich, d.h. ohne Berücksichtigung aller Informationen gezogen, vielleicht sogar trotz gegenteiliger Erfahrung. Wenn z.B. jemand bei einer schlechten Note davon überzeugt ist, ein absoluter Versager zu sein.

Selektives Verallgemeinern: Einige Einzelinformationen werden verwendet und überbetont, um eine Situation zu interpretieren. Damit werden bestimmte Informationen auf Kosten anderer überbewertet. Zum Beispiel wenn jemand, der von allen gegrüßt wird, von jemanden nicht beachtet wird und denkt, dass ihn keiner mag.

Übergeneralisieren: Eine Erfahrung wird auf andere Situationen willkürlich verallgemeinert. Wenn z.B. jemand "einen Korb bekommen hat", könnte er denken, dass er nie eine Beziehung haben wird.

Maximieren und Minimieren: Negative Ereignisse werden übertrieben und positive Ereignisse untertrieben. Z.B. "Das ich einen bestimmten Abschluss hinbekommen habe, ist nichts wert. Aber, dass der Kunde heute noch nicht zurück gerufen hat, zeigt, dass ich ein schlechter Verkäufer bin!"

Personalisieren: Äußere Ereignisse werden falscherweise auf die eigene Person bezogen. Wenn zum Beispiel jemand, der Geburtstag im Freien feiern möchte, bei Regen denkt: "Das passiert immer mir. Ich bin ein schlechter Mensch!"

Dichotomes Denken: auch Schwarz-Weiss-Denken. Jemand denkt in Extremen, in entweder-oder-Kategorien: "Wer nicht für mich ist, ist mein Feind!" oder "Nur bei 100% Leistung werde ich akzeptiert." Es fehlt hier an Differenzierungsmöglichkeiten.

Katastrophisieren: Das Eintreffen oder die Bedeutung von negativen Ereignissen wird stark überbewertet. Z.B. "Meinen Kindern wird bestimmt etwas Schlimmes passieren!"

Emotionale Beweisführung: Das Gefühl wird als Beweis für die Richtigkeit der Gedanken genommen. Z.B. "Ich fühle, dass ich nichts wert bin, also ist das auch so!"

Etikettierung: Aus einer Handlung wird ein umfassender Sachverhalt gemacht. Z.B. "Ich habe verloren - ich bin ein absoluter Verlierer!"

Gedankenlesen: Man meint ohne nachzufragen, die Gedanken der anderen zu kennen. Z.B. "Die anderen denken, ich bin ein Versager!"

Tunnelblick: Jemand sieht nur einen bestimmten Aspekt seines gegenwärtigen Lebens. Z.B. "Wenn ich Stress auf der Arbeit habe, dann ist mein Leben verpfuscht!"