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Transaktionsanalyse

Die Transaktionsanalyse wurde vom Psychiater Eric Berne entwickelt. In ihr geht es um die Interaktionen zwischen Menschen, die oft als Spiele ablaufen. Als ein Spiel wird dabei eine wiederholte Abfolge von Transaktionen (kleinste Einheit einer Interaktion) bezeichnet, die immer nach dem selben Muster ablaufen und die einen verdeckten Zweck verfolgen. Ein Spiel ist z.B. das Opfer-Täter-Retter-Spiel. Menschen können in eine Rolle hineingehen und sich dann z.B. als das "arme Opfer" fühlen, dem immer Schlimmes passiert und dann von anderem Menschen, welche die Rolle des "Täters" übernehmen, mit Vorwürfen überhäuft werden. Meist kommt dann eine dritte Person und nimmt das Opfer in Schutz und damit die "Retter"-Rolle ein. Zu einem anderen Zeitpunkt können aber Personen die Rollen wechseln und zum Beispiel die "Opfer" in die "Täter"-Rolle gehen und andere beschuldigen und zurechtweisen.

Berne unterscheidet noch die Operationen und Manöver von den Spielen. Bei einer Operation geht es auch um eine oder mehrere Transaktionen, die einem vorher bestimmten Zweck dienen, wenn zum Beispiel jemand aufrichtig um Hilfe bittet und diese auch erhält. Im Vergleich zu den Spielen entsteht dem anderen kein Nachteil. Wenn die Operation zum Nachteil des anderen verwendet würde, dann würde man das als "Manöver" bezeichnen, als "Schachzüge" in einem Spiel.

Weiter geht die Transaktionsanalyse davon aus, dass Menschen aus verschiedenen Ich-Zuständen heraus handeln. Im Erwachsenen-Ich sind sie ruhig, ausgeglichen und rational. Aus dem Kind-Ich heraus verhält sich eine Person vielleicht kreativ, vielleicht auch trotzig oder angepasst. Aus dem Eltern-Ich heraus handelt eine Person kritisch oder fürsorglich.

Ziel der Transaktionsanalyse ist es, die eigenen Interaktionsmuster und Spiele zu erkennen. Seine Bedürfnisse zu erkennen und lernen, sich authentisch zu verhalten. Sowie eine Grundeinstellung zu erreichen, die lautet: "Ich bin o.k. - du bist o.k.".

Eric Berne