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Lexikon

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Phobie

Phobien gehören zu den Angststörungen. Der Begriff kommt vom Gott "Phobos", der so fürchterlich ausgesehen haben soll, dass sein bloßes Bild auf den Schildern seiner Anhänger, deren Feinde in die Flucht geschlagen habe.

Bei einer Phobie besteht extrem starke Angst vor einem Objekt oder einer Situation. Die gefürchtete Situation wird nur unter großer Anspannung und Angst durchgestanden oder vermieden. Oft fliehen die Personen aus der Situation, zum Beispiel vor einer Spinne, daher der Name "Phobie". Die Angst ist verbunden mit starken körperlichen Symptomen, wie Herzrasen, Engegefühl, Kloßgefühl im Hals, starkem Schwitzen und dem Impuls zu fliehen.

Es gibt drei Arten von Phobien: Die spezifischen Phobien, die Soziale Phobie und die Agoraphobie.

Bei den spezifischen Phobien haben die Betroffenen Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen, wie zum Beispiel vor Spinnen, Hunden, Schlangen, Höhen, Blut oder Spritzen.

Oft ist die Angst so stark, dass bestimmte Situationen vermieden werden, in denen das Objekt auftauchen kann. Menschen mit Spinnenphobie können dann nicht mehr in den Keller oder in ein Zimmer gehen, in dem sich eine Spinne befindet. Bereits das Sehen des Objektes im Fernsehen oder die Vorstellung löst schon starke Ängste aus.

Bei der Sozialen Phobie besteht starke Angst vor sozialen Situationen. Die Betroffenen haben massive Angst, von anderen Menschen bewertet und abgelehnt zu werden.

Aufgrund der Sozialen Phobie vermeiden die Betroffenen solche Situationen, wie zum Beispiel das Halten eines Vortrages, das Gespräch mit anderen Menschen oder Essen gehen. Oft ist die Angst so stark, dass die Betroffenen befürchten, beim Trinken eines Getränkes zu zittern und dann von anderen Menschen für merkwürdig gehalten und abgelehnt zu werden.

Die Agoraphobie ist die Angst vor weiten Plätzen (agora = Marktplatz). Bei der Agoraphobie haben die Betroffenen Angst, plötzlich in Ohnmacht zu fallen oder einen Herzinfarkt zu bekommen und dann keine Hilfe zu erhalten.

Deshalb vermeiden die Agoraphobiker Situationen, in denen eine Hilfe eher schwer möglich ist, wie zum Beispiel im Kino, auf weiten Plätzen oder in Menschenmengen.
Phobien lassen sich therapeutisch gut behandeln, die Erfolgsquote liegt bei über 80 Prozent. Wichtig ist dabei, dass sich die Betroffenen entweder in der Vorstellung (in sensu) oder besser noch in der Realität (in vivo) mit dem Angstreiz konfrontieren und abwarten, bis die Angst von allein wieder sinkt (siehe Reizkonfrontation). Vor allem die Reizüberflutung ist eine sehr wirksame Methode, die jedoch vom Betroffenen abverlangt, sich mit seiner stärksten Angst auseinander zusetzen.