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Lexikon

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Morbus Parkinson

Der Morbus Parkinson ist eine Erkrankung des Gehirns, die vom Landarzt James Parkinson das erste Mal 1817 als "Schüttellähmung" ("Essay on the shaking palsy") beschrieben wurde. Charcot, der berühmte französische Neurologe nannte diese Störung dann "maladie de Parkinson".

In der Substantia nigra, der "schwarzen" Substanz im Hirnstamm kommt es zum Verlust von Nervenzellen, wodurch in den Basalganglien weniger bis kein Dopamin mehr ausgeschüttet werden kann. Die Folge sind vor allem Bewegungsstörungen, die zu Stürzen und Einschränkungen führen können.

Beim Parkinson gibt es drei Hauptsymptome:

  1. der Tremor - das Muskelzittern,
  2. der Rigor - die Muskelsteifigkeit, die auch als Zahnradphänomen bezeichnet wird und
  3. die Akinese - die Bewegungsarmut.

Dann gibt es noch aufgrund der starken Talgsekretion das "Salbengesicht", durch die Bewegungsstarre das "Maskengesicht" und durch den Tremor die "Mikrographie", d.h. das kleiner werden der Schrift.

Eventuell gibt es einen schweren Verlauf mit körperlicher Entstellung und quälenden Symptomen:

  • Totale Bewegungs-, Sprech- und Schluckunfähigkeit
  • Chronische Schmerzzustände
  • Depressive Verstimmungen


Betroffen sind 2-3 Personen von 1000. Bei den über 60jährigen sind das dann 1% und bei den über 80jährigen etwa 3%. Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen 40 und 60 Jahren.

In 90% der Fälle findet man keine Ursache für den Untergang der Nervenzellen (ideopathischer Parkinson), in den restlichen 10% sind die Ursachen:

  • Hirnhautentzündungen (postenzaphalitischer Parkinson)
  • physische Traumata (posttraumatischer Parkinson)
  • Vergiftungen (toxischer Parkinson)
  • Stoffwechselerkrankungen (metabolischer Parkinson)


Als Behandlung werden Medikamente gegeben, die mehr Dopamin zur Verfügung stellen, z.B. L-Dopa. Eventuell wird ein Hirnschrittmacher transplantiert, der regelmäßig Impulse an das Gehirn abgibt.