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Manie

Die Manie zählt zu den Affektiven Störungen, also Störungen, bei denen es vor allem um eine Veränderung des Gefühls geht. Ein schönes Beispiel ist der Film "Mr. Jones", in dem Richard Gere einen manisch-depressiven Menschen spielt.

Bei einer Manie ist der Betroffene grundlos besonders euphorisch, antriebsgesteigert (innere Getriebenheit), redet sehr viel (Logorrhoe), berichtet über viele Ideen (Ideenflucht) und ist besonders ablenkbar. Das Schlafbedürfnis ist deutlich verringert, oft schlafen die Betroffenen tagelang gar nicht oder nur wenige Stunden und verfügen dennoch über viel Energie.

Ein Mensch mit Manie hat meist ein gesteigertes Selbstwertgefühl und beschäftigt sich ausschließlich mit angenehmen Aktivitäten. Er ist nicht krankheitseinsichtig, d.h. er fühlt sich nicht krank, könnte aber aufgrund seiner Selbstüberschätzung und unrealistischen Realitätseinschätzung sich und andere in Gefahr bringen. Es kann zu Realitätsverlust, Größenwahn und Halluzinationen kommen.

Deshalb ist es notwendig, dass er in einer Klinik mit Medikamenten behandelt wird, meist mit Lithium. Die meisten Patienten, bei denen eine Manie auftritt, erkranken auch in ihrem Leben einmal oder öfter an einer Depression, deshalb nennt man diese Störung auch bipolare Erkrankung.

Als Ursache wird eine Störung der Neurotransmitter im Gehirn angenommen und vier Gene gefunden, die bei der Erkrankung eine Rolle spielen, d.h. eine Manie wird zum Teil durch Vererbung weitergegeben. Bei einer "gereizten" Manie fehlt die Euphorie, aber die Getriebenheit, der Rededrang, die Ideenflucht und andere Symptome sind vorhanden.