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Depression

Die Depression zählt zusammen mit der Manie zu den Affektiven Störungen, d.h. Hauptsymptom ist die Veränderung des Gefühls. Der Begriff "Depression" kommt von "deprimere" (gedrückt sein).

Bei einer Depression zeigen sich Symptome wie Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut, Schlafstörungen, Appetitstörungen, oft Gewichtsverlust, Konzentrationsstörungen, Denkschwierigkeiten und Interessenverlust. Viele Depressive haben Suizidideen und ein Teil versucht sich aufgrund des Gefühls von Hoffnungslosigkeit, das Leben zu nehmen. Daher muss immer auf Suizidalität geachtet werden.

Depressionen können drei verschiedene Ursachen haben:

  • psychische Ursachen, wie Verlusterfahrungen, starke Erschöpfung oder Konflikte
  • endogene Ursachen, d.h. es besteht eine Verletzlichkeit aufgrund einer Vererbung
  • organische Ursachen, z.B. durch Stoffwechselerkrankungen oder Hirnverletzungen

Die psychotherapeutische Behandlung einer Depression mit psychischer Ursache (bei endogener Ursache unterstützend) in der Kognitiven Verhaltenstherapie läuft in mehreren Schritten:

Zuerst geht es darum, Belastungen zu reduzieren, d.h. wenn bestimmte Konflikte z.B. am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft bestehen, dann geht es therapeutisch darum, Strategien zu entwickeln, um angemessen reagieren zu können. Eine Möglichkeit dabei ist das Aufbauen der Sozialen Kompetenz, wie z.B. das Richtige Äußern von Wünschen und Forderungen.

Gleichzeitig sollen wieder angenehme Aktivitäten aufgebaut werden. Meist ziehen sich die Betroffenen zurück und unternehmen nichts mehr, das führt in einer Art "Teufelsspirale" dazu, dass immer weniger positive Erlebnisse (Verstärker) möglich sind. Deshalb sollen die Betroffenen wieder angenehme Aktivitäten planen und durchführen, so dass darüber zunehmend die Stimmung verbessert werden kann. Meist ist es notwendig, eine gewisse Zeit diese positiven Aktivitäten durchzuführen bis eine Stimmungsverbesserung eintritt.

Wenn sich die Stimmung gebessert und stabilisiert hat, dann sollte im nächsten Schritt an ungünstigen Gedanken und Überzeugungen gearbeitet werden. Bei allen Depressiven finden sich negative Sichtweisen von sich selbst, der Umwelt und der Zukunft (so genannte Kognitive Triade) und logische Denkfehler, d.h. verzerrte Sichtweisen. Durch Methoden der Klärungsorientierten Therapie und der Kognitiven Therapie können diese Denkfehler und die negativen Überzeugungen identifiziert, geklärt und verändert werden. Das ist auch wichtig, weil sonst eine hohe Rückfallgefahr besteht. Meist dauert diese Kognitive Veränderungsarbeit (Umstrukturierung) 10 und mehr Therapiestunden.

Unterstützend zur Psychotherapie ist bei psychogenen Depressionen oft eine medikamtenöse Behandlung mit Antidepressiva sinnvoll, v.a. bei mittelschweren bis schweren Depressionen.