Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie:
Tel. 02171 / 7 64 64 54

Anmeldung
Anfragen & Formular »

Prämiengutscheine und Bildungsschecks

HPP2GO - Heilpraktikerwissen Psychotherapie to go

Lexikon

Lexikon

Demenz, Alzheimerdemenz

Eine Demenz ist der Begriff für Erkrankungen mit dem Verlust von Hirnzellen der Großhirnrinde. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer fortschreitenden Merkfähigkeitsstörung, zu Vergesslichkeit bis hin zu Amnesie, d.h. dem Vergessen von wichtigen Lebensereignissen (lat.: "de" "mens" = "der Geist ist weg").

Die häufigste Demenzform ist die Alzheimer-Demenz, bei der es zu einem Absterben von Nervenzellen kommt. Die Ursache ist noch nicht geklärt, man geht von einem multifaktoriellem Geschehen aus, z.B. auch von einer gewissen genetischen Disposition.

Ihren Namen hat die Alzheimerdemenz von Aloys Alzheimer (1864-1915), einem Neurologen der diese Erkrankung beschrieben hat. Alzheimer hatte eine 51jährige Patientin "Augste D." mit starken Eifersuchtsideen und späteren massiven geistigem Abbau. Diese Patientin verstarb nach 4,5 Jahren bei hochgradiger geistiger Beeinträchtigung. Beim Gehirn konnte Alzheimer feststellen, dass es zu einem deutlichen Rückgang von Nervenzellen im Großhirn gekommen war. Über diesen Fall hielt er dann 1907 einen Vortrag über "Eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde".

Bei der Alzheimer-Demenz hat man festgestellt, dass aggressive Eiweiße (Amyloide) die Zelloberfläche von Nervenzellen angreifen und diese dadurch für schädliche Substanzen durchlässig machen. Als Folge sterben die Nervenzellen ab und bleiben als Verklumpungen im Gehirn.

Die frühen Anzeichen bei Alzheimerdemenz sind Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen. Zunehmend gibt es mehr Erinnerungslücken bis zu einer zunehmenden Amnesie für zurückliegende Ereignisse. Dabei bleiben die Erinnerungen an die früheren Lebensjahre am längsten erhalten.

Die Erkrankung ist unheilbar und verläuft in mehreren Stadien:

  • Frühstadium: Persönlichkeitsveränderungen, Lernschwäche, Exekutive Störungen
  • Mittelschweres Stadium: Anterograde und zunehmend retrograde Amnesie, Kortikale Defizitsymptome (Aphasie, Apraxie, Agnosie...)
  • Spätes, schweres Stadium: schwere Störung aller Gedächtnisfunktionen, Neuropsychiatrische Symptome, Verhaltensstörung, Neurol. Ausfälle