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Asthma bronchiale

Das Asthma bronchiale (chronische Atemnot) zählt zu den Psychosomatischen Erkrankungen, also Erkrankungen, die sich körperlich auswirken, aber psychisch mitverursacht werden. In Deutschland sind etwa 5 Millionen Menschen betroffen, bei Kindern sogar jedes 10., Jungen mehr als Mädchen.

Das Hauptsymptom beim Asthma bronchiale ist die akute Atemnot, die eventuell lebensbedrohlich werden kann. Die Ausatmung der Betroffenen ist erschwert: Die Ursache dafür ist eine Überreaktion des Immunsystems mit einem Anschwellen der Schleimhaut, welches zwischen den Anfällen ganz oder teilweise rückgängig ist. Weiterhin kommt es zu einer vermehrten Schleimansammlung und einem Verkrampfen der Bronchialmuskulatur (Luftröhrenäste). Während eines Anfalls steigt der Atemwegswiderstand akut an (Obstruktion).
Psychischer Stress beeinträchtigt die Immunabwehr und verstärkt dadurch das Asthma.

Es werden 5 Merkmale unterschieden:

  • Nervöse Ängstlichkeit
  • Obstruktive Atembeschwerden. Der Patient bekommt keine Luft und empfindet subjektiv eine Enge im Brustraum mit Erstickungsgefühl.
  • Ärgerliche Gereiztheit. Die Patienten sind während eines Anfalls und durch die Angst vor neuen Anfällen aufgrund der Todesangst gereizt.
  • Hyperventilation. Sie atmen zu schnell und oberflächlich, so dass es zu einem Übermaß an Sauerstoff kommt, der zu Schwindelgefühl, Depersonalisation (Unwirklichkeitsgefühl), Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Extremitäten.
  • Müdigkeit. Die Patienten sind durch die permanente Anspannung müde und erschöpft.
  • Das Ausmaß der einzelnen Punkte ist von Patient zu Patient verschieden.


Man unterscheidet das allergische und nicht-allergene Asthma:

Allergisches Asthma
Der Auslöser sind Reizstoffe, wie zum Beispiel Katzen- oder Hundehaare, Schimmelpilze, Pflanzenpollen oder Hausstaubmilben. Etwa die Hälfte der betroffenen Kinder haben allergisches Asthma

Nicht-allergenes Asthma
Dieses entsteht durch Infektionen, Erkrankungen der Lungenwege oder unspezifische Reizstoffe, wie Zigarettenrauch. Die meisten betroffenen Erwachsenen leiden unter dieser Form des Asthmas.

Bei der Behandlung geht es darum, beim allergischen Asthma das Allergen zu bestimmen. Dann kann der Patient evtl. durch medikamentöse Desensibilisierung immun gemacht werden. Als Medikamente kommen entzündungshemmende (z.B. Kortison) und atemwegserweiternde Medikamante zum Einsatz. Psychotherapeutisch kann mit den Patienten Entspannungstrainings geübt werden.